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29.7.2010 12:53

Karl Wlaschek will Schlosshotel Velden kaufen

  • Größter privater Immobilienbesitzer ist interessiert
  • Wlaschek ist seit einigen Tagen am Wörthersee

Urlaub machen und dabei gar nicht ans Geschäft denken – das kann Österreichs größter privater Immobilienbesitzer Karl Wlaschek offensichtlich nicht.

Der 92-jährige Immobilientycoon erholt sich seit einigen Wochen am Wörthersee. Auf der Terrasse des Restaurants Seespitz, unterhalb des Schlosshotels Velden, sah man ihn zuletzt öfter. Wie FORMAT erfuhr, hatte seine Präsenz noch einen anderen Hintergrund: Wlaschek stieg in den Bieterprozess um das Schloss ein. „Karl Wlaschek hat sich bei mir nach dem Verkauf des Schlosshotels erkundigt“, bestätigt der Veldener Bürgermeister Ferdinand Vouk. „Mir würde es gefallen, wenn Herr Wlaschek die Immobilie kauft. Er kennt den See sehr gut und ist eine bekannte Persönlichkeit“, ergänzt der Politiker.

Bis zuletzt interessierten sich für das Objekt zwei Bieter, nämlich eine italienische Hotelgruppe sowie Investoren rund um Nikolaus Lengersdorff, der die Luxushotelkette Kempinski an der Hand hat. Lengersdorff kritisierte, dass die Verkäuferin, die Hypo Alpe Adria Bank, die Transaktion zu schnell über die Bühne bringen wolle und Investoren mehr Zeit bräuchten. Prompt setzte die Bank diese Woche den Verkaufsprozess neu auf. Als Begründung gibt die Hypo an, dass sich zuletzt zahlreiche Interessenten gemeldet hätten. Das Interesse Wlascheks dürfte bei der Entscheidung wohl ebenfalls eine Rolle gespielt haben. „Wir werden sie in Kürze einladen, ihre Angebote abzugeben“, so Bankchef Gottwald Kranebitter.

– NOTH, MH

29.7.2010 12:53
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