Martin Kwaukas Geldtipp der Woche: Der
Euro wird auch die Ouzo-Krise überleben
- Auch der Dollar steht durch Kalifornien nicht vor Aus
- Schwächerer Euro besser für globalen Wettbewerb

Platzt der Euro? Können Griechenland oder andere hoch verschuldete Euromitglieder wie Irland oder Italien pleitegehen und die Gemeinschaftswährung mit in den Abgrund reißen?
Diese Fragen bewegen derzeit viele Anleger und geben vor allem in Deutschland Anlass für einige Titelblätter in Wirtschaftsmagazinen. Tatsache ist: Eine Lehre nach der Pleite der Lehman-Bank ist, dass man gar nichts ausschließen sollte. Trotzdem bleibt ein Staatsbankrott in der Eurozone ziemlich unwahrscheinlich. Und bevor man auf ein Ende des Euro wettet, sollte man lieber darauf setzen, dass Österreich irgendwann einmal Fußballweltmeister wird.
Auch die USA haben Kalifornien
Bei aller verständlichen Sorge über den griechischen Schuldenberg sollte man nicht vergessen, dass der US-Dollar auch nicht vor dem Aus steht, weil (das viel größere) Kalifornien in ernste Budgetnöte geraten ist. Zwar hat der Euro in den vergangenen Tagen gegenüber dem Dollar etwas nachgegeben (siehe Grafik). Ein echter Absturz ist aber nicht in Sicht. Wer sollte denn in diesem Prozess der Gewinner unter den etablierten Währungen sein? Der Dollar, das Pfund oder gar der Yen? Vermutlich sind die besten Tage für alle vier weltweiten Reservewährungen vorbei. Die Sieger der nächsten Jahre werden die Währungen der Schwellenländer wie der chinesische Yuan sein. Dort ist nicht nur die Verschuldung vergleichsweise moderat, sondern es häufen sich auch immer mehr Währungsreserven an. Das ist aber noch lange kein Anlass für Panikaktionen wie eine Flucht aus dem Euro. Im Gegenteil: Die Wirtschaft und damit die Börsen der Eurozone werden sich bei einer etwas schwächeren Währung im globalen Wettbewerb besser schlagen als bei einem kraftstrotzenden Euro.











