Ende der roten Kameradschaft? Voves
nach Wahldebakel von Faymann enttäuscht
- Steirischer Landeshauptmann will "Neupositionierung"
"Mit einer Nicht-Line kann man keine Wahl gewinnen" - SPÖ-Chef appelliert an Solidarität der Parteimitglieder

Nach dem EU-Wahldbakel für die Roten rumort es in der SPÖ gewaltig. In der Partei wird die Kritik an SPÖ-Chef Werner Faymann immer lauter. Trotz dem Absturz der Sozialdemokraten auf 24 Prozent bei den Wahlen: Der Kanzler will an seinem europakritischen Kurs festhalten. Landeshauptmann Voves zeigte sich von seinem Parteichef enttäuscht. Ihm fehlte vor allem, dass sich die SPÖ klar zu Europa bekennt. "Mit einer Nicht-Linie kann man keinen Wahlkampf gewinnen".
Voves will Faymann für eine "Neupositionierung" maximal bis Oktober Zeit geben. Zudem drängte er erneut auf eine Vermögensbesteuerung.
Faymann forderte seine Partei nun auf, eine gemeinsame Haltung einzunehmen. Man habe gemeinsam gewonnen und gemeinsam verloren. Wichtig sei nun den Blick nach vorne zu wenden. Organisatorische Schwachstellen müssten beseitigt und die SPÖ klarer und deutlicher werden, blieb der SPÖ-Vorsitzende vage.
Kanzler appelliert an Solidarität
Der Kanzler warb unverdrossen für Solidarität und Gemeinsamkeit in der Partei. Kritik an Spitzenkandidat Hannes Swoboda blieb ebenso aus wie am für den Wahlkampf zuständigen Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter. Was er nun genau in der Partei ändern will, ließ der SPÖ-Chef offen.
Sozialminister Hundstorfer kann die nach dem EU-Wahl-Ergebnis entfachte Kritik an Faymann "nicht nachvollziehen". Inhaltlich sei sehr wohl eine Diskussion notwendig, über Köpfe sollte man jetzt aber nicht reden, sagte Hundstorfer am Montag. "Dass am Tag danach einige alles besser wissen, auf dieses Niveau will ich mich nicht bewegen." (apa/red)












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