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23.08.200709:46 Uhr

FORMAT: Autohandelsgruppe Tarbuk
wird nun Schritt für Schritt aufgelöst

  • Grossnigg: "Verdienen beim Verkauf eines Fiat 39 €"

Die Autohandelsgruppe Tarbuk mit ursprünglich zwölf Standorten in Wien, Salzburg, Graz und Deutschland wird aufgelöst. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe. Erhard Grossnigg, 2003 als Sanierer der angeschlagenen Gruppe angetreten, nannte als Grund dafür die niedrigen Margen im Autogeschäft. "Die Gruppenfreistellungsverordnung hat die Branche ruiniert", sagte er gegenüber FORMAT. "Wenn wir einen Fiat verkaufen, verdienen wir 39 Euro. Davon kann kein Mensch leben."

Nun zieht Grossnigg die Notbremse, schreibt FORMAT. In Salzburg schickte er den Alfa-Händler AutoItalia sowie das Jaguar & Land Rover-Center in den Konkurs. In Graz schloss er das Autozentrum Puntigam und in Wien meldete er mit Tarbuk Süd Insolvenz an. Auch der Rest vom Tarbuk-Reich ist so gut wie Geschichte. Als nächstes geht die Tochter Saab Wien in Oberlaa weg. "Der Management-Buyout ist praktisch durch", so Grossnigg. Neuer Eigentümer werde Alois Weber, der bereits zehn Prozent halte. Weber sagte gegenüber FORMAT, dass der Name Tarbuk aufgegeben werde, "weil er bei Banken und Kunden keinen guten Klang"habe.

Der letzte österreichische Tarbuk-Betrieb, Jaguar Wien, stehe ebenso unmittelbar vor dem Verkauf, zitiert FORMAT Grossnigg weiter, ebenso das zur Gruppe zählende deutsche Autohaus Emminger mit sechs Standorten. Andreas Tarbuk, Mitglied der Gründerfamilie und Betreiber der British Bookshops, sagte gegenüber FORMAT, dass es bedauerlich sei, so ein Unternehmen verschwinden zu sehen. "Man muss aber zur Kenntnis nehmen, dass sich die Importeurs- und Handelsstrukturen verändert haben."

Den ganzen Artikel lesen Sie im aktuellen FORMAT!

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